Ehrenbreitsteiner Sehr junge Sorte. Benannt nach der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz. Name nimmt auch Bezug auf die beiden Elternsorten.
Verbreitung: steht zur Zeit in einigen Versuchsanlagen in den Anbaugebieten Rheingau, Mittelrhein, Mosel, Rheinhessen und Pfalz.
Herkunft: Kreuzung: Ehrenfelser x Reichensteiner aus dem Jahr 1964. Züchter: H. Becker. Sortenschutz wurde 1993 erteilt.
Merkmale: Triebspitze schwachwollig, grün; junges Blatt fünflappig, stark gebuchtet, schwach behaart, glatt, grün; Blatt mittelgroß, fünflappig, stark gebuchtet, Blattoberfläche dunkelgrün, blasig, kahl, Unterseite matt, Blattnerven beborstet, Blattrand gesägt, Stielbucht V-förmig überlappend; Traube groß, konisch, geschultert, kompakt; Beere mittelgroß, oval, gelbgrün, festes Beerenfleisch.
Eigenschaften: Wuchs mittelstark, aufrecht, geringe Geiztriebbildung. Die sehr hohe Blütefestigkeit bedingt gleichmäßige Erträge auf Müller-Thurgau-Niveau. Ansprüche an Boden und Lage gering.
Wein: rassig mit betonter Säure, feinfruchtig, harmonisch, in manchen Jahren etwas flach.
Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung, Forschungsanstalt Geisenheim